Bestellschluss verlängert!

Hallo liebe Besteller*innen,
wir haben den Bestellschluss auf den 16.Januar verschoben, da der Zeitraum doch etwas eng gewählt war, so mit Feiertagen und Ferien. Die Abholtermine 8. Februar (Klimawerkstatt, Neustadt) und 9. Februar (paradox, Viertel) bleiben aber bestehen.

Die Zitronat-Zitronen gibt es leider momentan nicht, aber die Ess-Zitronen sind den Zitronat-Zitronen sehr ähnlich. Sie sind etwas kleiner und die weiße, süße Schicht - Mesokarp genannt - ist etwas dünner. Wir werden 2 Kisten Ess-Zitronen bestellen und sie für alle Neugierigen gegen Spende an den beiden Abholterminen anbieten. Wer an einer größeren Menge Ess-Zitronen Interesse hat, kann abweichend von der 8-Kg-Kiste aber auch 2 Kg oder 4 Kg bestellen.

Die Orangen-Kampagne im Winter 18/19

Wir haben die Orangen-Kampagne im November / Dezember 2018 das erste Mal in Bremen durchgeführt und waren begeistert von der Resonanz und der Beteiligung. Im Januar / Februar 2019 folgt deshalb nun die zweite Runde. Mit der Kampagne wollen wir einen weiteren Baustein für einen solidarischen Handel legen. Die Situation der Bäuer*innen und erst recht die der Landarbeiter*innen und Erntehelfer*innen bei der Produktion von Zitrusfrüchten, ebenso wie bei anderen Obst- und Gemüsearten, ist in weiten Teilen katastrophal und skandalös. Dieses trifft nicht nur auf die konventionelle sondern in fast gleichem Maße auch auf die Produktion im Bio-Bereich zu. Neben Spanien ist Italien hier im europäischen Teil des Mittelmeerraums eines der großen Produktionsländer. Die Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft in Süditalien stellen überwiegend eine moderne Form der Sklaverei dar.

Orangen aus Sizillien: wieso weshalb warum?

Große Teile des Handels mit landwirtschaftlichen Produkten in Italien, vor allem im Süden des Landes, sind fest in der Hand der Mafia. Die Ausbeutung meist migrantischer Erntehelfer*innen, niedrigste Preise für die Landwirt*innen und Schutzgelderpressungen sind an der Tagesordnung. Vielfach müssen überwiegend afrikanische Saisonarbeiter*innen in überfüllten Zeltlagern oder Slums unter sklavereiähnlichen Bedingungen leben.

Es gibt jedoch Alternativen: so verkaufen einige Netzwerke und Kooperativen von Biolandwirt*innen in Sizilien ihre Produkte an Gruppen für solidarischen Einkauf, die GAS (Gruppi di Acquisto Solidale), und umgehen damit den mafiösen Zwischenhandel. Dadurch können die Landwirt*innen mindestens doppelt so hohe Preise erzielen, die Kund*innen zahlen trotzdem oft weniger, als sie am Markt für vergleichbar qualitativ hochwertige Produkte zahlen müssten und die Erntehelfer*innen werden zumindest akzeptabel – und wirklich – bezahlt.

Warum "Kampagne"?

Obst und Gemüse gibt es frisch und je nach Sorte nur zu bestimmten Jahreszeiten. Der ganzjährige Verkauf und Konsum von Frischware an saisonalen Früchten ist besonders umweltschädlich und verbraucht irre Mengen an Energie. Deshalb macht es sowohl politisch als auch alltagspraktisch Sinn, z.B. Zitrusfrüchte nur im Winterhalbjahr zu kaufen – und möglichst nur über den Weg des Direkthandels. Für viele Landwirt*innen ist dieser Direkthandel die einzige Möglichkeit, wirtschaftlich bestehen zu können.

Die Orangen-Kampagne schaltet den Zwischenhandel aus und bietet somit sowohl den Bäuer*innen und den Erntehelfer*innen als auch den Verbraucher*innen einen Baustein für mehr Ernährungssouveränität und damit für ein besseres Leben für alle.

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Teile dieses Textes haben wir übernommen aus dem Artikel "Von solidarischen Orangen, glücklichen Hühnern und dem Weltraum" von Elisabeth Voß im OXI-Blog. Die Autorin hat auch eine Broschüre "Direkt und solidarisch Handeln" verfasst, deren Inhalt online stehen: www.solihandel.solioeko.de

 
 

Orangen, Clementinen, Mandeln & Co.

 
 
 
 
 

Die Preise für die Früchte werden bei jeder Lieferung neu festgelegt und auch die Transportkosten schwanken in einem relativ großen Rahmen (zwischen 250 € und 400 € je Palette). Wir werden Anfang Januar die exakten Preise für die Februar-Lieferung hier veröffentlichen..

Kooperative »Albero del Paradiso«


Eine dieser Kooperativen ist die landwirtschaftliche Kooperative »Albero del Paradiso« (Baum des Paradieses). Die Mitglieder von Albero del Paradiso sind Familienbetriebe, die ihr Land biologisch bewirtschaften. Sie produzieren Orangen, Clementinen, Zitronen, Pampelmusen, Avocados, Nüsse, Kaktusfeigen, Tomaten und Oliven. Die meisten Produkte haben ein EU-Bio-Siegel. Die Kooperative wurde 2012 mit Unterstützung durch den Verein Ailantos gegründet, der sich seit mehr als 20 Jahren für eine kleinbäuerliche Landwirtschaft und für Biodiversität einsetzt. Die Genoss*innen sagen von sich:
„Unser Traum ist es, eine andere Wirtschaft zu schaffen und aufzubauen. Eine Welt, in der mensch mit Würde auf dem Land arbeiten kann und wo Arbeiter*innen und Menschen fair behandelt werden.“
Die Kooperative Albero del Paradiso liefert seit dem Winter 2015/16 auch nach Berlin, Leipzig und Brandenburg; der Kontakt war durch den Solikon-Kongress für Solidarische ökonomie im Herbst 2015 in Berlin zustande gekommen.

Erntezeiten

 

Wie bekomme ich die Orangen, Clementinen & Mandeln?

In unser zweiten Kampagne im Winter 2018/19 gibt es außer Orangen, Clementinen und Mandeln nun auch Avocados, Pistazien, Blutorangen, Ess-Zitronen, Zitronat-Zitronen und Pampelmusen. Die Gebindegrößen und die voraussichtlichen Preise stehen hier

Die Früchte gibt es nur in diesen Gebindegrößen. Wenn für euch zum Beispiel 9 kg Orangen oder 8 kg Pampelmusen oder 3 kg Avocados zu viel sind, dann könnt ihr sie selbst in eurer WG, in eurem Umfeld, mit Freund*innen und Nachbar*innen teilen.

Die Bestellung könnt ihr uns spätestens bis zum 10. Januar 2019 16. Januar 2019 an folgende Mailadresse schicken: orangen@colectivo.org

Wir sichten dann die Bestellungen und schicken euch die Rechnung bis zum 12. Januar. Bis zum 21. Januar muss das Geld auf unserem Konto eingegangen sein. Erst dann schicken wir die Bestellung ab und erst dann werden die Zitrusfrüchte geerntet.

Die Früchte werden dann in der ersten Februarwoche bei uns ankommen.Wir bieten euch zwei Abholtermine in Bremen an, einen in der Neustadt und einen im Viertel:

am Freitag, 08. Feb. von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr in oder vor der Klimawerkstatt (Westerstr. 58)

am Samstag, 09. Feb. von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr vor dem Kommunikationszentrum paradox (Bernhardstr. 12)

Bitte teilt uns gleich bei der Bestellung auch mit, an welchem der beiden Tage bzw. Orte ihr eure Bestellung abholen wollt.


 

Nix verpassen!

Wir wollen nach und nach eine wachsende Zahl kollektiv produzierter Produkte anbieten und z. B. auch Veranstaltungen über und mit den Produzent*innen machen. Um nix davon zu verpassen, kannst du unseren (sehr) unregelmäßigen Newsletter abonnieren.